Alles nicht so einfach

Der Sonntag begann mit einer Überraschung.

Damit meine ich jetzt nicht die Sonne, die vom Himmel lachte, sondern dass unser Cafe vom Vortag am Sonntag geschlossen hat!!! Auf die Idee sind wir nun wahrlich nicht gekommen, dass Cafes in der City sonntags dicht sein können. Nun gut, also was anderes suchen. Und das stellte sich als nicht ganz leicht heraus. Es war mittlerweile schon nach 10 Uhr. HUNGER! Das nächste Cafe, an dem wir vorbei kamen, fing grad mal an, sich auf die Besucher vorzubereiten, es lag aber noch nix in den Auslagen. Also weiter. Die nächsten beiden boten nur trockene Brötchen an, aber nix mit Käse und Co. belegt. Also wieder weiter. Das nächste bot Frühstücksbuffet bis 11 Uhr an. Aber als wir uns das Buffet ansahen, stellten wir fest, dass es nur noch Reste gab, es wurde offensichtlich nichts mehr aufgefüllt. Also auch nix für uns. Sind dann im Extrablatt gelandet. Haben uns draußen (vorsichtshalber unter einen großen Schirm) gesetzt, und haben gewartet, dass mal eine Bedienung kommt. Und haben gewartet, gewartet, gewartet. Nix. Wir wurden komplett ignoriert, über 20 Minuten lang. Dann setzten sich neben uns an den Tisch 5 Damen mittleren Alters, die Krach für 15 gemacht haben. Da konnten wir ja nun gar nicht drauf, also haben wir unsere Sachen geschnappt und sind rein gegangen, wo wir den letzten freien Tisch in Beschlag genommen haben. Vielleicht wird man ja hier bedient. Warten… warten… warten…Wieder 10 Minuten. Nix. Haben dann entschieden, dass wir uns jetzt einfach vom Buffet bedienen. IRGENDWANN wird dann ja wohl mal jemand kommen und wegen der Getränke fragen. Die Schlange am Buffet war enorm. Dort haben wir auch noch mal mindestens 10 Minuten angestanden, bis wir endlich an die Leckereien rankamen. Nun war das Problem: wo bekommen wir zwei Messer her, denn der Messerkorb war leer. So saßen wir also wieder an unserem Tisch, ohne Getränke, ohne Messer. Den nächsten vorbeieilenden Kellner hab ich dann halb angeschrien, und endlich bekamen wir Aufmerksamkeit. Hat ja auch lang genug gedauert. Kaffee bestellt, und auch wegen Messern gefragt. Der Kaffee kam dann auch irgendwann mal, nur von Messern keine Spur. Irgendwann sah ich dann jemanden mit nem Schwung Messer in der Hand aus der Küche kommen, da hab ich mich sofort drauf gestürzt. Nun war es mittlerweile halb 12 als wir endlich anfangen konnten.

Wir waren dann auch froh, dass wir uns entschlossen hatten, uns rein zu setzen, denn draußen schlug das Wetter um und die Himmelsschleusen haben sich geöffnet. Hat das geschüttet!

Nach dem Frühstück wollten wir dann in den Dom, denn bislang hatten wir ihn uns nur von außen angesehen. Wir fanden dann auch nen Fleyer, wo draufstand, dass der Gottesdienst um 10 Uhr beginnen würde. Mittlerweile war es ja schon fast halb 1, also sollte man meinen, dass der Komiker fertig ist mit seiner Märchenstunde. Aber weit gefehlt. Der war immer noch am erzählen. Schreck laß nach. Somit kamen wir nur in den Eingangsbereich (wo sich gefühlte 10.000 Touris tummelten, mit gezückten Kameras und tropfenden Regenschirmen).

Es schien nicht unser Tag zu sein.

Also weiter zu unserem nächsten, und letzten Ziel: das Schokoladenmuseum. Wie nicht anders zu erwarten, war es auch hier sehr voll, viele Knirpse rannten durch die Gegend und wir haben so manchem 9malklugen Vater zwangsweise zuhören müssen, wie er irgendwelche hochtrabenden elektronischen Details  seinem 3 Jahre alten Filius eintrichterte.

Hier kommt jetzt also die Mega-Kurzfassung der Schokoladenstraße:

Die flüssige Schoki wird in die kleinen Förmchen gegossen, danach werden sie gerüttelt, damit sich die Schoki gleichmäßig verteilt und kleine Bläschen entweichen können. Danach wird die Schoki gekühlt (ich meine so ca. 20 Minuten), dann wird sie aus den Formen „gekippt“, wird dann per Luftstrom angesaugt und auf ein kleines Förderband gelegt. Im Zickzack geht es dann zu der Verpackungsmaschine, die 2 kleine Täfelchen pro Sekunde einpacken kann. Von da aus gehts dann ab in den Karton.

Eigentlich ist das Schokimuseum sehr interessant, man sollte es eben nur vermeiden, am Wochenende und / oder  in den Ferien dorthin zu gehen. Wir waren nach 2 Stunden jedenfalls extrem genervt und hätten so manchen am liebsten kopfüber in die flüssige Schoki getunkt 😉 (worüber sich derjenige wohl auch noch gefreut hätte…)

Und wer kennt sie nicht, die gute alte Kinderschokolade:

Und es gab auch noch nen kleinen „Regenwald“-Garten. 80% Luftfeuchtigkeit. Die Türen waren wie eine Schleuse. Man ging durch die erste Tür in einen Glaskäfig, dann ging die Tür hinter einem zu und erst dann ging die nächste Tür auf. Schade, nicht jeder der anwesenden hat dieses System verstanden (obwohl es mehrsprachig an der Tür stand.)

Anschließend haben wir die Heimreise angetreten. Am Kamener Kreuz war der übliche Stau, aber wir hatten Glück, dass wir dann abfahren durften und somit nur ne knappe viertel Stunde verloren haben. Kurz vor Hannover sind wir dann noch in einen mächtigen Regenguß geraten. Mit 60 über die Autobahn, und egal, ob man nun weiter links oder rechts auf der Fahrbahn fuhr, man bekam immer ne gewaltige Unterbodenwäsche und hat den Nachbarn auf der andern Fahrbahn auch noch mit naß gespritzt.

Alles in allem war es ein sehr schönes Wochenende, auch wenn nicht alles gleich sofort so geklappt hat, wie wir uns das so vorgestellt hatten.

Über Huppsi

Hobby-Bloggerin mit Schwerpunkt auf Foto und Reise mit folgenden Blog-Seiten: Der aktuelle Blog: huppsi1.wordpress.com Vorgänger Blogs, die bereits „voll“ sind: huppsi.wordpress.com petrahannover.wordpress.com reisebild.wordpress.com
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12 Antworten zu Alles nicht so einfach

  1. ute42 schreibt:

    Das mit dem Frühstück hätte mich wütend gemacht. Ich bin eh ohne eine Tasse Kaffee nicht ansprechbar. Ich habe förmlich mit euch gewartet 🙂 Schokomuseum hat mir gefallen, wir waren allerdings nicht am Wochenende dort.

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    • petrahannover schreibt:

      Ich war auch kurz vorm ungenießbar werden. Und diese Nichtbeachtung stört mich auch ganz emens. Aber ich muß die Kellner auch in Schutz nehmen, es war wirklich unglaublich voll und dafür eindeutig zu wenig Personal. Unterm Strich hat es ja doch noch geklappt, und wir waren dann so satt, daß wir den ganzen Tag nix mehr brauchten. 😉

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  2. Shirin schreibt:

    Ziemlich schöne Fotos!

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  3. kowkla123 schreibt:

    Immer wieder schön bei dir.
    Ich danke dir sehr für einen Besuch auf meiner WordPressseite und wünsche dir einen schönen Tag, Klaus

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  4. mausi61 schreibt:

    Das sind wieder sehr schöne Bilder von Köln,die schoko hat mir da auch gut geschmeckt.
    Ruthi 🙂

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  5. fudelchen schreibt:

    Bohh, heute hast du aber einen wunderbaren Mix gestaltet und bei der Schoki mußte ich fix weiterscrollen 😀

    GLG Marianne 😆

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  6. Gislinde schreibt:

    Wunderschöne Bilder auch von Köln aber das hab ich ja live wohne in Köln wünsche noch ein schönes Wochenende und Grüsse mal aus Köln Gislinde http://giselzitrone.wordpress.com

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  7. gsharald schreibt:

    Hallo ihr Zwei, nicht streiten, wer den meisten Speck durch das bloße Ansehen von Schokolade auf die Rippen bekommt. Köln ist eine schöne Stadt. Ich war zwar nur kurz da, aber sie hat mir auf Anhieb gefallen. Steht auf meiner „noch-zu-erledigen“-Liste.
    Ein schönes Wochenende
    Liebe Grüße
    Harald

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  8. Anna-Lena schreibt:

    Eine wahre Ausbeute, die du da eingefangen hast. Danke fürs Mitnehmen und Zeigen 🙂

    Herzlich,
    Anna-Lena

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