Köln – Shopping und Stadtrundgang

Den Samstag haben wir bei einem guten Frühstück in der Innenstadt begonnen. Frisch gestärkt war erstmal dezentes Shopping angesagt. Anja hat dann einen Desigual-Laden gefunden, wo wir bestimmt ne dreiviertel Stunde drin verbracht haben. Dann hat man hier und da noch mal etwas gestöbert, und ehe wir uns versehen haben, hatte Anja mal locker über 130 Euro nur für diverses Kleinkram ausgegeben. 😉 Bei mir waren es „nur“ 40 €.

Das Wetter war noch so weit okay, trocken, trübe, aber sehr drückend und schwül.

Selbstverständlich haben wir auch nen Blick ins HardRock Cafe Köln geworfen, aber ich muß sagen, daß es den alten Charme verloren hat, seit es auf Neu-Amerikanisch getrimmt wurde. Ähnlich wie in Berlin. Schade.

Um 14 Uhr wollten wir dann eine einstündige Schiffstour machen, aber der Kutter war schon ausverkauft. Gut, dann soll es der nächste um 15:30 werden.

Bis dahin konnten wir ja noch mal was trinken gehen und wollten dann spätestens ne halbe Stunde vor „Leinen los“ wieder bei dem Schiffsanleger sein. Waren wir auch, und uns blickte dann ein Schild „Rundfahrt ausverkauft“ entgegen. Na suuuuper. Also haben wir uns unsern Marco Polo geschnappt und haben einen dort aufgeführten Stadtrundgang gemacht. Los ging es am Heinzelmännchenbrunnen in der Nähe des Doms, dann weiter am Rathaus vorbei, wo uns jemand die Zunge rausstreckte. In der gleichen Straße haben wir dann noch den „Dachrinnenscheißer“ gefunden, ein Kölner erklärte uns noch, dass der auch der scheißende Köbes genannt wird. Tünnes und Schäl durften natürlich auch nicht fehlen, auch wenn wir sie ne Weile suchen mussten, da sie total versteckt in einer Ecke standen. Den Abschluß unseres Rundgangs, der gute 1,5 Stunden gedauert hat, war dann der gute alte Willy Millowitsch. Also los, folgt mir und Marco Polo:

Hier ist also der Heinzelmännchenbrunnen. Oben auf der Treppe ist die Schneidersfrau zu sehen, deren Neugier die fleißigen Zwerge für immer vertrieben hat.

Weiter ging es zum Alten Markt, wo der Jan von Werth Brunnen steht. An Weiberfastnacht wird am Severinstor „Dat Spill vun Jan un Griet“ aufgeführt. Anschließend führt ein Umzug zu diesem Denkmal.

Am Rathausturm streckt der Platzjabbeck dem Betrachter die Zunge heraus. (Jabbeck bedeutet japsen oder schnappen, Beck bedeutet Maul) Eine solche Figur gab es schon im 16. Jahrhundert, diese entstand 1975 nach historischer Vorlage.

Nicht die Zunge, sondern das Gesäß entblößt an der Dachtraufedes Hauses „Em Hanen“ am Alten Markt der „Kallendresser“ – übersetzt Dachrinnenscheißer.Einst soll sich ein Marktdieb hier auf kirchliches Terrain geflüchtet haben, wo ihn die städtische Polizei nicht mehr verfolgen durfte und sich stattdessen auf diese höchst derbe Weise veralbern lassen mußte.

Witzig war hier, daß alle Passanten einfach an dem kleinen Scheißer vorbeigegangen sind (der in Höhe der 3.  oder 4. Etage sitzt), aber kaum standen wir davor und zückten unsere Kamers, gesellten sich immer mehr Leute zu uns und zückten ihre Kameras. Der Mensch ist also doch ein Herdentier 😉

Die Helden unzähliger kölscher Witze ehrt das Tünnes-und-Schäl-Denkmal. Kostprobe gefällig? „Tünnes skitzt am Rhein und rupft vier geklaute Hühner. Als er sieht, daß ein Schutzmann kommt, wirft Tünnes die Hühner ins Wasser. Der Polizist deutet auf die herumliegenden Federn und fuft triumphierend: >Da habe ich ihn ja erwischt, den Hühnerdieb!< Darauf Tünnes: > Enä, Här Wachtmeister, wieso dat dann? Sie sehen doch, die Hühner sin am Baden un ich passe auf die Klamotten auf.“ 😀

Zu guter letzt haben wir noch den 1999 verstorbenen Willy Millowitsch gesucht. Ziemlich versteckt sitzt er, bzw. seine Statue, auf einem kleinen Hinterhof des Hänneschen Theater. Auf dem Platz findet im Mai die Hänneschen-Kirmes statt.

Fortsetzung folgt…

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Über Huppsi

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7 Antworten zu Köln – Shopping und Stadtrundgang

  1. fudelchen schreibt:

    Wieder sehr schöne Fotos und vieles kannte ich noch nicht…der Dachschieter 😀
    Bin gespannt, was du noch zeigst.

    GLG Marianne 😆

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  2. mausi61 schreibt:

    Wow da habt ihr ja viel entdeckt,schöne Bilder.
    Schönen Mittwoch 🙂

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  3. carry007 schreibt:

    liebe petra, tolle bider von köln, habe verwandte in viersen und war schon öfter in köln.
    liebe grüssle karin.

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  4. Pingback: Köln – Shopping und Stadtrundgang | Aus Kanada-Blog wird Reise … » Beliebteste Suchbegriffe

  5. sweetkoffie schreibt:

    Köln ist doch immer eine Reise wert, auch im Regen 😉

    LG nach Hannover

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  6. april schreibt:

    Sehr interessant zu lesen und zu sehen, wie ein Nicht-Kölner die Stadt sieht. Um den ‚Kallendresser‘ ranken sich viele Legenden. (Sch. Köbes habe ich noch nie gehört.) Mir gefällt die Erklärung am besten, dass man der Obrigkeit im Rathaus gegenüber mal zeigen wollte, was man von ihnen hielt. Insofern sehr aktuell 😉

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